Beschreibung des Forschungsprojektes
Medien vermitteln öffentliches Vertrauen in Wissenschaft über sogenannte Trust Cues, also über Informationen in wissenschaftsbezogenen Medieninhalten; diese beziehen sich vor allem auf Wissenschaftler:innen als konkrete Akteure in Medieninhalten und liefern Informationen zu deren Expertise, Integrität, Wohlwollen, Transparenz und Dialogbereitschaft. Somit liefern sie Gründe, wieso Wissenschaftler:innen potenziell vertraut werden kann.
Forschung über Trust Cues hat sich bisher auf deren Identifikation in Medieninhalten, dem Vergleich ihrer Nutzung in verschiedenen Medienarten und deren Effekte auf das Vertrauen in Wissenschaft im Zeitverlauf fokussiert. Die Perspektiven der Öffentlichkeiten wurden bislang weitgehend vernachlässigt. Daher wurden in diesem Projekt Online-Fokusgruppen durchgeführt, um Teile der Öffentlichkeiten einzubeziehen und die Wahrnehmung und Relevanz von Trust Cues zu untersuchen. Zudem wurden Gender-Unterschiede in der Wahrnehmung von Trust Cues herausgearbeitet.
Die Ergebnisse zeigen, dass zwar für die meisten Teilnehmenden insbesondere Trust Cues mit Bezug auf Expertise und Integrität für ihr Vertrauen in Wissenschaftler:innen am wichtigsten waren, aber auch, dass die Wahrnehmung und Relevanzeinschätzung der Trust Cues individuell unterschiedlich ist.
Keywords
Vertrauen in Wissenschaft | Trust Cues in Medieninhalten | Gender-Unterschiede in der Wissenschaftskommunikation