Dynamiken der Kooperation

Das Projekt Positive Kipp-Punkte interdisziplinärer Zusammenarbeit untersucht empirisch die Zusammenarbeit im Forschungsverbund ForDigitHealth. Es reflektiert praxisnahes Wissen, bereitet es systematisch auf und entwickelt daraus Instrumente für zukünftige Forschungskooperationen.

Zielsetzung und leitende Fragestellungen

Das Projekt folgt zwei zentralen Zielen:

Ziel 1: Erarbeitung der „Best of ForDigitHealth“

Das erste Ziel des Forschungsprojekts war eine wissenschaftlich fundierte Reflexion der interdisziplinären Zusammenarbeit im Forschungsverbund ForDigitHealth, ohne klassische Evaluation. Im Fokus standen dabei bewährte Ansätze und Vorgehensweisen, die interdisziplinäre Forschung ermöglichten und nicht deren Probleme oder Hürden.
Zur Erarbeitung der „Best of ForDigitHealth“ wurden gelungene Formen interdisziplinären Austauschs identifiziert: Wann und wo entstand Mehrwert? Welche Methoden der Wissensintegration waren besonders wirksam? Was waren „Augenöffner“, Wendepunkte oder vermeidbare Umwege? Zudem wurde untersucht, welche Faktoren – etwa Wissen, Ressourcen, Strukturen oder Mindsets – ein erfolgreiches interdisziplinäres Arbeiten ermöglichten.

Ziel 2: Entwicklung eines Reflexions-Tools

Ein zweites Ziel war die Entwicklung eines praxisnahen Instruments zur Auswertung und Reflexion von Erfahrungen in inter- und transdisziplinären Kooperationen. Wichtig war dabei, dass die Vorgehensweise partizipativ und zeiteffizient umsetzbar ist. Es wurde ein Workshopformat entwickelt, das in das Konzept der positiven Kipp-Punkte einführt und Raum für Reflexion und Austausch eigener Arbeitserfahrungen bietet. Das Team testete dieses Workshopformat bereits.

Workshops zum Thema Kipp-Punkte

Das vom Projekt entwickelte Workshopformat basiert auf dem Konzept der positiven Kipp-Punkten. Es kann während oder nach Kooperationen zur (Zwischen-)Auswertung und gegebenenfalls Anpassung von Vorgehensweisen in der Kooperation genutzt werden. Neben den Publikationen des Forschungsprojektes (derzeit noch im Entstehen) kann die Erfahrung von Leila Ahmadi Mardhaki mit dem Ansatz genutzt werden. Sollten Sie Interesse an Austausch oder Input dazu haben, melden Sie sich gerne bei uns.

Positive Kipp-Punkte sind hier verstanden als die kritischen Momente, Situationen, Ereignisse, in denen sich die Qualität einer inter- bzw. transdisziplinären Zusammenarbeit deutlich und maßgeblich verbessert, d.h. in denen die Zusammenarbeit in einem Projekt eine nicht umkehrbare positive Wendung nimmt.

Im Verlauf des Forschungsprojekts wurden neben mehreren internen Workshops auch zwei externe Veranstaltungen durchgeführt, in denen sich das Konzept als sehr geeignet zeigte, um persönliche Erfahrungen in der Kooperation wahrzunehmen und auszutauschen:

17. Juli 2026: Wir lernen den Ansatz "Kipp-Punkte der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit" als neue Perspektive auf die Dynamik in Forschungsverbünden kennen und erkunden, wie Sie diesen für die eigene Arbeit fruchtbar machen können. Die exklusive Veranstaltung richtet sich an Personen, die interdisziplinäre Prozesse in Forschungsverbünden gestalten, betreuen und begleiten.

28. November 2024: Dynamik der Kollaboration. Positive Kipp-Punkte in der interdisziplinären Forschungszusammenarbeit. Online-Workshop für Manager:innen inter- und transdizsplinärer Forschung im Rahmen des Programms Interdisziplinarität im Dialog.

5. November 2024: Positive Tipping Points: an innovative approach for reflecting about inter- and transdisciplinary collaborations. Workshop für internationale Teilnehmende aus der Forschung zu Inter- und Transdisziplinarität bei der International Transdisciplinarity Conference (ITD) der ITD Alliance in Utrecht

Publikationen des Auswertungsprojektes

Die Publikationen zum Projekt sind derzeit in Bearbeitung und werden hier veröffentlicht, sobald sie vorliegen.

Forschungsteam

Beteiligt am Projekt “Dynamiken der Kooperation” sind das Büro für Forschungsverbundmanagement, Institut für Kommunikationswissenschaft (IfKW), LMU München, vertreten von Leila Ahmadi Mardhaki, M.A., Calen Becker, B.Sc. und Sabine Toussaint, M.A., sowie die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität (FG Id/Td) am Department für Gesellschaftswissenschaften an der Universität Basel, vertreten von Dr. Antonietta Di Giulio und Rico Defila (Fürspr.) und Mitgliederinnen und Mitglieder des Forschungsverbunds ForDigitHealth.

Das Projekt wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.