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„Keine Angst" – Florian Primig erklärt, wie der Iran-Konflikt Social Media zum Propagandaformat macht

16.03.2026

Der Konflikt mit dem Iran hat in sozialen Netzwerken ein bemerkenswertes Kommunikationsphänomen ausgelöst: Dubai-basierte Influencer verbreiteten demonstrative Gelassenheit – Strandvideos, Luxusalltag, explizite Loyalitätsbekundungen gegenüber der Herrscherfamilie – während Raketen über der Golfregion einschlugen. Florian Primig (LMU München) ordnet dieses Format gegenüber der Passauer Neuen Presse als „partizipative Propaganda" ein, die auf dem Zusammenspiel wirtschaftlicher Interessen, rechtlicher Rahmenbedingungen und plattformspezifischer Dynamiken beruht. Die Beobachtungen fügen sich in eine übergreifende Forschungsperspektive zur „Plattformisierung" moderner Konflikte ein, die Florian Primig gemeinsam mit Anna Litvinenko (Freie Universität Berlin) im soeben erschienenen Sammelband Citizen Journalism - Global Perspectives, Volume 3 vertieft: „Between Witness and Combatant: The Role of Citizens in Reporting Platformed War."

Der Sammelband ist hier zu finden: https://www.peterlang.com/document/1618711

https://www.pnp.de/nachrichten/politik/iran-krieg-trifft-social-media-warum-dubai-influencer-ploetzlich-keine-angst-zeigen-20644483